Gmail-Apps für den Mac
Gibt es eine Gmail-App für den Mac?
Nicht von Google. Für iPhone, iPad und Android gibt es Gmail-Apps, auf dem Mac aber bleibt Gmail offiziell im Browser. Ein App-Gefühl bekommst du trotzdem, und zwar auf drei Wegen: mit einem Mailprogramm wie Apple Mail, mit einem Browserfenster, das du als App installierst, oder mit einer eigenen Gmail-App wie Nuncio.
Mehr dazu: So bekommst du eine Gmail-App für den Desktop (Mac oder PC)
Kann ich mehrere Gmail-Konten gleichzeitig auf dem Mac offen haben?
Ja, nur macht ein einzelnes Browserfenster das schlecht: Google steckt alle Konten in eine gemeinsame Sitzung, und prompt öffnen Links und Google-Tools im falschen Konto. Was hilft, ist eine eigene Sitzung pro Konto: je ein Browserprofil oder eine App wie Nuncio, die jedes Konto abschottet und per Klick oder mit ⌘1 bis ⌘9 wechselt.
Was ist der Unterschied zwischen einer Gmail-App und Gmail in einem Browser-Tab?
Gmail selbst ist identisch, der Unterschied ist alles drumherum. Eine App gibt Gmail ein eigenes Dock-Symbol mit Ungelesen-Zähler, native macOS-Mitteilungen, die genau die richtige Nachricht öffnen, ein eigenes Fenster samt Kurzbefehlen, und sie kann für E-Mail-Links deine Standard-E-Mail-App sein. Ein Tab geht zwischen den anderen unter und meldet sich nur, solange der Browser läuft.
Funktioniert es mit Google-Workspace-Konten von Arbeit oder Schule?
Ja, mit Gmail-Adressen und mit Google Workspace gleichermaßen. Nuncio zeigt die normale Gmail-Weboberfläche, also verhält sich ein Workspace-Konto genau wie im Browser: dieselben Labels, Filter und Tastaturkurzbefehle, dieselben Anmelderegeln deiner Organisation. Lässt deine IT-Abteilung nur verwaltete Geräte oder bestimmte Browser zu, gilt das auch für Nuncio.
Sicherheit und Datenschutz
Ist eine Gmail-App von Drittanbietern sicher?
Das kommt darauf an, wie die App an deine E-Mails kommt. Die meisten Mailprogramme bitten Google um Zugriff auf dein Postfach und verarbeiten deine Nachrichten in der App oder auf eigenen Servern. Eine Wrapper-App wie Nuncio verlangt gar keinen Zugriff: Sie zeigt die Website von Gmail selbst, du meldest dich auf Googles Seite an, und sie läuft in einer Sandbox, von Apple geprüft.
Liest oder speichert Nuncio meine E-Mails?
Nein. Deine E-Mails sind nur zwischen deinem Mac und Google unterwegs. Nuncio hat keine Server und keine Benutzerkonten, es gibt also gar keinen Ort, an den deine Nachrichten gelangen könnten. Für Zähler und Mitteilungen schaut die App nur auf Gmails Ungelesen-Zahl und auf die Benachrichtigungen, die Gmail selbst erzeugt, direkt auf deinem Mac. Nichts davon verlässt ihn.
Mehr dazu: Datenschutzerklärung
Wo melde ich mich an, und sieht die App mein Passwort?
Auf Googles eigener Anmeldeseite, die in der App angezeigt wird, mit deiner gewohnten Bestätigung in zwei Schritten. Dein Passwort liest, speichert und sendet Nuncio nicht. Danach bleibt die Sitzung auf deinem Mac, in einem Speicher, der allein zu diesem Konto gehört, genau so, wie ein Browser dich angemeldet hält.
Kann ich mich mit einem Passkey anmelden?
Nicht in der App. Apple erlaubt Passkeys nur in vollwertigen Browsern; in jeder App mit eingebetteter Webansicht scheitern sie, egal welche Berechtigungen du erteilst. Darum blendet Nuncio die Passkey-Option auf Googles Anmeldeseite aus. Du meldest dich einmal mit Passwort und einer Bestätigung auf dem Telefon oder einem Code an, danach bleibt die Sitzung bestehen.
Im Vergleich zu anderen Lösungen
Worin unterscheidet sich Nuncio von Apple Mail oder Mimestream?
Apple Mail und Mimestream sind Mailprogramme: Sie holen deine Nachrichten ab und bauen sie in einer eigenen Oberfläche nach, mit gemeinsamem Posteingang und Lesen ohne Verbindung. Nuncio zeigt Gmail selbst, darum funktionieren Suche, Labels, Filter, Snooze, Chat und Meet wie im Browser. Willst du einen gemeinsamen Posteingang, nimm ein Mailprogramm; willst du das echte Gmail pro Konto, nimm Nuncio.
Warum nicht einfach Chrome-Profile nehmen?
Chrome-Profile funktionieren, kosten nichts und reichen bei zwei Konten vielleicht völlig. Der Preis dafür: ein eigenes Fenster pro Profil, keine Übersicht über die ungelesenen E-Mails aller Konten, keine Zahl auf dem Dock-Symbol und Mitteilungen nur, solange Chrome läuft. Nuncio hält alle Konten in einem Fenster, jedes mit eigenem Ungelesen-Zähler.
Ich habe Mailplane, Shift oder Kiwi for Gmail genutzt. Kann Nuncio das ersetzen?
Für Gmail ja. Nuncio kann das, wofür diese Apps meist genutzt wurden: mehrere Gmail-Konten nebeneinander in der echten Gmail-Oberfläche, Mitteilungen und Ungelesen-Zähler pro Konto und die Google-Tools direkt neben jedem Posteingang. Workspaces und eine Bibliothek weiterer Web-Apps lässt Nuncio bewusst weg. Mailplane wird seit 2021 nicht mehr verkauft.
Läuft Nuncio unter Windows oder auf einem Intel-Mac?
Nein. Nuncio braucht einen Mac mit Apple Silicon, also M1 oder neuer, und macOS 14 Sonoma oder neuer. Eine Windows-Version gibt es nicht, eine Intel-Version auch nicht. Auf einem Windows-PC kommst du einer Gmail-App am nächsten, wenn du Gmail aus Chrome oder Edge als App installierst. Die Anleitung unten zeigt das Schritt für Schritt.
Mehr dazu: So bekommst du eine Gmail-App für den Desktop (Mac oder PC)
Im Alltag
Bekomme ich Gmail-Mitteilungen auf dem Mac, ohne Chrome offen zu lassen?
Ja. Nuncio macht aus Gmails Desktopbenachrichtigungen native macOS-Mitteilungen pro Konto, und ein Klick öffnet genau diese Nachricht im richtigen Konto. Laufen muss dafür nur Nuncio, kein Browser. Schalte die Desktopbenachrichtigungen aber einmal in Gmails eigenen Einstellungen ein, für jedes Konto: Solange die Option aus ist, schickt Gmail nichts.
Wie mache ich Gmail auf dem Mac zur Standard-E-Mail-App?
Mit einer App, die Gmail öffnet, denn macOS nimmt als Standardprogramm für E-Mails nur eine App an, keine Website. Öffne Apple Mail und wähle sie unter Einstellungen ▸ Allgemein ▸ Standardprogramm für E-Mails aus. Steht dort Nuncio, öffnet jeder E-Mail-Link eine neue Gmail-Nachricht, und bei mehreren Konten wählst du, aus welchem du sie verschickst.
Funktionieren Google Kalender, Drive und Meet in Nuncio?
Ja. Jedes Konto bekommt auf Wunsch seine eigenen Google-Tools als Tabs neben dem Posteingang: Kalender, Drive, Docs, Tabellen, Präsentationen, Meet, Chat, Kontakte, Notizen und Fotos, alle als dieses Konto angemeldet. Meet-Anrufe laufen in der App, und macOS fragt beim ersten Anruf nach Kamera und Mikrofon. Erinnerungen aus dem Kalender kommen als native Mitteilungen.
Funktioniert Gmail offline in einer Desktop-App?
Nur in Chrome. Gmails Offlinemodus ist an den Chrome-Browser gebunden und funktioniert deshalb weder in Safari noch in Apps, die die Gmail-Website anzeigen, auch nicht in Nuncio. Brauchst du deine E-Mails regelmäßig ohne Verbindung, nimm besser ein Mailprogramm, das die Nachrichten herunterlädt, etwa Apple Mail.
Preis und Praktisches
Was kostet Nuncio, und gibt es eine kostenlose Testphase?
Nuncio ist ein Jahresabo mit einer kostenlosen Testphase von sieben Tagen, abgerechnet von Apple über den Mac App Store. Es kostet 44,99 € pro Jahr in den Euroländern, 35 CHF in der Schweiz und zum Vergleich 39,99 US-Dollar in den USA. Anderswo zeigt der App Store deinen Preis, bevor du startest. Ein Abo gilt für alle deine Konten.
Wie kündige ich das Abo?
Über Apple, nicht über uns. Öffne den App Store auf deinem Mac, klicke unten in der Seitenleiste auf deinen Namen, öffne Abonnements und kündige Nuncio dort. Auf älteren macOS-Versionen führt der Weg über die Accounteinstellungen. Kündige spätestens einen Tag vor Ende der Testphase oder des Jahres, dann wird nichts mehr abgebucht. Deine Konten und Einstellungen bleiben auf deinem Mac.
Wie viele Gmail-Konten kann ich hinzufügen?
So viele, wie du brauchst: Die App setzt keine Grenze, und der Preis bleibt gleich. Die ersten neun Konten bekommen die Kurzbefehle ⌘1 bis ⌘9, und jedes Konto hat eine eigene Farbe, einen eigenen Namen und einen eigenen Ungelesen-Zähler. Jeder Posteingang bleibt geladen, damit der Wechsel sofort geht; rechne pro Konto also mit etwa einem offenen Gmail-Tab.
Braucht Nuncio viel Arbeitsspeicher oder Batterie?
Nicht mehr, als Gmail selbst braucht. Nuncio ist eine kleine native App und nutzt das WebKit, das schon in macOS steckt, statt einen eigenen Browser mitzubringen; der Download ist nur ein paar Megabyte groß. Der Arbeitsspeicher geht an Gmail, etwa ein Browser-Tab pro Konto. In der empfohlenen Einstellung Effizient entlädt Nuncio Google-Tools nach fünfzehn Minuten ohne Nutzung, und im Stromsparmodus pausiert die Hintergrundarbeit.
Gmail auf dem Mac, so wie es hätte sein sollen
Alle deine Gmail-Accounts nebeneinander, die echte Gmail-Oberfläche, native Mitteilungen. Sieben Tage kostenlos, danach ein Jahresabo.
Apple Mail, Safari und macOS sind Marken von Apple Inc. Chrome ist eine Marke von Google LLC. Mimestream, Mailplane, Shift, Kiwi for Gmail und andere Produktnamen gehören ihren jeweiligen Inhabern und werden nur zum Vergleich genannt.